Leitende Medizinische Fachangestellte
Funktion und organisatorische Einordnung
Die leitende Medizinische Fachangestellte organisiert das Assistenzteam und den nichtärztlichen Ablauf des betriebsärztlichen Dienstes. Sie sorgt dafür, dass Beschäftigte rechtzeitig Zugang zur vorgesehenen Betreuung erhalten und ärztlich angeordnete Leistungen unter geeigneten personellen und sachlichen Bedingungen vorbereitet werden. Ihr Schwerpunkt liegt auf verlässlichen Abläufen, eindeutigen Übergaben und der Qualität delegierter Tätigkeiten. Die Funktion ist bei einem entsprechend umfangreichen Assistenzteam sinnvoll. In kleinen Diensten können die organisatorischen Aufgaben bei der ärztlichen Leitung und einer erfahrenen Assistenzkraft verbleiben. Die Funktion ist der ärztlichen Leitung zugeordnet. Fachliche Anweisungsrechte gegenüber Assistenzkräften, Dienstplanung, Beschaffungsrahmen und gegebenenfalls disziplinarische Befugnisse werden ausdrücklich festgelegt. Medizinische Entscheidungen, ärztliche Bescheinigungen und die Freigabe medizinischer Verfahren liegen nicht bei der Assistenzleitung. Das Profil beschreibt eine Funktion innerhalb der Betreiberorganisation. Sind Assistenzleistungen extern vergeben, bleiben Personalführung und arbeitsrechtliche Weisungen beim jeweiligen Arbeitgeber; Abstimmungen über Arbeitsabläufe erfolgen über die vereinbarten Ansprechpartner. Die Funktion wird nicht als allgemeine Personal-, Datenschutz- oder Beschaffungsstelle ausgestaltet.
